Entscheidend ist nicht, wie feucht sich die Luft anfühlt, sondern wie viel Wasser sie tatsächlich enthält. Dieser Rechner vergleicht die absolute Feuchte drinnen und draußen – und sagt dir, ob das Fenster die Raumfeuchte senkt oder erhöht.
Relative Luftfeuchte sagt nur, wie voll die Luft im Verhältnis zu ihrem aktuellen Maximum ist – und dieses Maximum hängt stark von der Temperatur ab. Warme Luft kann viel mehr Wasser tragen als kalte. Deshalb enthalten 85 % Feuchte bei 5 °C draußen weniger echtes Wasser als 58 % bei 21 °C drinnen.
Holst du diese kühle Außenluft herein und sie erwärmt sich, sinkt ihre relative Feuchte automatisch – die „nasse" Winterluft wird im Raum zu trockener Luft. Genau diese absolute Feuchte (Gramm Wasser pro Kubikmeter) vergleicht der Rechner. Ist sie draußen niedriger, trägt das Lüften Feuchtigkeit aus dem Raum.
Im Sommer kehrt sich das oft um: Warme, schwüle Außenluft kann mehr Wasser enthalten als die kühlere Raumluft – dann bringt Lüften zusätzliche Feuchte herein. Kurz und kräftig stoßlüften ist fast immer besser als gekippte Fenster.